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CAP Bakterien

Nachweis und Differenzierung von Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Chlamydia pneumoniae, Mycoplasma pneumoniae und Legionella pneumophila mittels einer Multiplex-PCR

RDB 2135
 

Hintergrund

Die ambulant erworbene Pneumonie (Community Acquired  Pneumonia – CAP) wird, im Gegensatz zur nosokomialen Pneumonie, in der natürlichen Umgebung des Patienten, also außerhalb von Krankenhäusern und Pflegestationen erworben.

In Deutschland erkranken jährlich annähernd 800.000 Menschen an CAP. Davon werden ca. ein Drittel ins Krankenhaus aufgenommen und 10% intensivstationär behandelt. Die ambulant erworbene Pneumonie führt somit häufiger zur stationären Aufnahme als Herzinfarkt oder Schlaganfall.

 Laut statistischem Bundesamt starben in Deutschland im Jahr 2003 knapp 20.000 Patienten an Pneumonie. Das bedeutet, dass sie im Augenblick die achthäufigste Todesursache in Deutschland ist. Weltweit werden von der WHO pro Jahr 3 bis 4 Millionen Sterbefälle angegeben. Eine erhöhte Inzidenz findet sich bei sehr jungen Patienten (unter 5 Jahre, besonders Neugeborene) und Patienten über 75 Jahre.

Die Kosten, die durch die Krankheit für das deutsche Gesundheitswesen verursacht werden, sind erheblich und belaufen sich auf mehr als 500 Millionen Euro pro Jahr.

Therapie

Zahlreiche Studien haben bei Pneumonie-Patienten einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Antibiotikatherapie und der Mortalität aufgezeigt. Entscheidend sind hierbei der Zeitraum zwischen stationärer Aufnahme und Verabreichung des Antibiotikums sowie die Medikamentenwahl. 

So zeigen Studienergebnisse von Houck und Mitarbeiter (2004), dass die Verabreichung eines Antibiotikums innerhalb von 4 Stunden nach Aufnahme in das Krankenhaus zu einer verringerten Mortalität und einem verkürzten Krankenhausaufenthalt führt. Weiterhin vermag die Gabe eines geeigneten Antibiotikums die Mortalitätsrate um bis zu 36 % herabzusetzen (Meehan et al. 1997).

Eine rechtzeitige und erregerspezifische Antibiotikatherapie kann somit, insbesondere bei älteren Menschen, Todesfälle vermeiden und bringt durch den verringerten Krankenhausaufenthalt erhebliche Kosteneinsparungen für das Gesundheits-system  mit sich.

Diagnostik

Die herkömmliche Kulturmethode zum Nachweis von bakteriellen Pneumonieerregern dauert in der Regel 24 - 48 Stunden. Somit ist eine erregerspezifische Antibiotikatherapie innerhalb weniger Stunden nach Krankenhausaufnahme nur nicht möglich.

 Der AID CAPBak Testkit hingegen kann dies leisten. Er liefert innerhalb von ca. 4 Stunden einen spezifischen Nachweis von den 5 häufigsten Pneumonieerregern. Zudem lässt sich mit Hilfe der Einzeldifferenzierung auf dem Testsstreifen eine gezielte, auf den Erreger abgestimmte Antibiotikatherapie einleiten.

 Hier möchten wir darauf hinweisen, dass der AID CAPBak-Test die Kulturmethode nicht ersetzen soll, sondern vielmehr als Schnelltest ergänzend durchgeführt werden sollte. 

CAP-Bak Teststreifen

 
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Vorteile des Kits:       

  • Multiplex-PCR zum Nachweis der h�ufigsten bakteriellen CAP-Erreger
  • Testergebnis bereits nach ca. 4 Stunden, automatisierbar
  • Untersuchungsmaterial: Rachenabstrich, Sputum, Blut, Bronchial-Lavage
  • Kontrollbanden auf jedem Teststreifen dokumentieren eine korrekte DNA- Isolation, Amplifikation und Hybridisierung
 

Erreger der ambulant erworbenen Pneumonie

Die mit großem Abstand häufigsten Erreger (90%) der ambulant erworbenen Pneumonie sind Bakterien, insbesondere Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Mycoplasma pneumoniae. Daneben findet man  Chlamydia pneumoniae, Moraxella catarrhalis und Legionella pneumophila. Nur eine untergeordnete Rolle spielen hier Staphylokokken und gramnegative Enterobakterien.

In 10 -25% der Fälle können Viren nachgewiesen werden.

Nähere Informationen hierzu siehe CAP Vir - Nachweis und Differenzierung viraler Erreger von CAP (RDB2140).

 

Bakterien

Viren

Streptococcus pneumoniae

Influenza A und B

Haemophilus influenzae

Parainfluenzavirus

Chlamydia pneumoniae

Adenoviren

Mycoplasma pneumoniae

Resp. Syncytial Virus (RSV)

Legionella pneumophila

Coxsackievirus

Moraxella catarrhalis

 

Staphylococcus aureus

 

Enterobakterien (E. coli, Klebsiellen)

 

 

Tabelle 1: Erreger ambulant erworbener Pneumonie

 

 

Streptococcus pneumoniae

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  • verursacht bis zu 70% der CAP-Fälle
  • weltweit h�ufigster Erregern von Pneumonien, Bakteri�mien, Meningitiden
  • verbreitetes Vorkommen (5-25%) auf den Rachenschleimh�uten gesunder Personen
  • Infektionen entstehen meist endogen und werden durch St�rungen der lokalen und systemischen Abwehrmechanismen entscheidend beg�nstigt
 

 

Haemophilus influenzae  

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  • zweith�ufigste Erreger ambulant erworbener Lungen-Infektionen
  • gram-negatives St�bchen-Bakterium (verkapselte oder unverkapselte vorkommende St�mme)
  • besiedeln bei 2 -5% der Bev�lkerung den Nasen- Rachenraum, ohne dass Krankheitssymptome auftauchen
  • �bertragung durch Tr�pfcheninfektion
  • es erkranken meist Kinder unter 5 Jahren, gelegentlich auch Erwachsene
 

Moraxella catarrhalis
(Synonyme: Branhamella catarrhalis, Neisseria catarrhalis)

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  • wichtige Ursache von Infektionen des oberen Respirationstrakts bei ansonsten gesunden Kindern und �lteren Menschen
  • kann insbesondere bei Erwachsenen mit chronischen Lungenkrankheiten, Infektionen des unteren Respirationstrakts verursachen
  • gram-negative aerobe Diplokokken
 

Atypische Pneumonie-Erreger

 Atypische Pneumonie-Erreger sind die Ursache von bis zu 40% der CAP-Fälle. Sie können nicht mittels üblicher Kulturen nachgewiesen werden.

Die durch sie verursachten Erkrankungen können klinisch nur schlecht von Infektionen mit anderen Bakterien und Viren (z.B. Adeno-, Influenza-, Parainfluenza-, RS-Viren usw.) unterschieden werden. Sie sind im Gegensatz dazu jedoch gezielt therapierbar und daher für die Diagnostik von großer Bedeutung.

 

Chlamydia pneumoniae

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  • bei 5-10% an ambulant erworbener Pneumonie erkrankter Erwachsener nachgewiesen
  • verursacht meist leicht verlaufende, aber langwierige Infekte der Respirationsorgane bei Erwachsenen und wird auch mit kardiovaskul�ren Krankheiten, einschlie�lich Herzinfarkt, in Zusammenhang gebracht.
  • obligater Zellparasit, der nur in Zellkultur gez�chtet werden kann
  • �bertragung erfolgt meist aerogen
  • Serologischer Nachweis erst nach Wochen m�glich; wird durch Kreuzreaktionen mit anderen Chlamydien erschwert
 

 

Mycoplasma pneumoniae 

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  • zellwandloses, schwer anz�chtbares Bakterium
  • bei j�ngeren Personen (5 - 35 Jahren) ein sehr h�ufiges Pathogen von langwierigen Lungeninfektionen
  • �bertragung erfolgt durch Tr�pfcheninfektion
  • Anzucht auf Spezialn�hrb�den dauert mehrere Wochen
  • Bakterien haften sich an die Schleimhaut der Atemwege an und hemmen die Bewegung der Cilien Verhinderung der natürlichen Reinigung der Schleimhaut Zerst�rung der Zelle
 

Legionella pneumophila

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  • 1 - 8% ambulant erworbener Pneumonien, die zu einer Krankenhaus-Einweisung f�hren, gehen auf das Konto von Legionellen
  • Legionella pneumophila ist mit ca. 85% der F�lle die h�ufigste Art
  • Mortalit�t bei ambulant erworbenen F�llen durch Legionella pneumophila ist gr��er 15% (bei Patienten mit Immunsuppression sogar noch h�her)
  • St�bchenbakterien
  • ubiqit�r verbreitet; wachsen in warmen Wasser und vermehren sich auch in Wasserleitungen, Whirlpools und Klimaanlagen (selten benutzt, ungen�gend gewartet)
  • �bertragung auf den Menschen erfolgt vorwiegend aerogen; eine �bertragung zwischen Personen konnten nicht gezeigt werden
  • Erreger l�sen in Alveolen eine Entz�ndung aus, die dann in eine Lungen- und Pleuralentz�ndung �bergeht
 
Literatur

American Thoracic Society (2001)
Guidelines for the Management of Adults with Community-acquired Pneumonia
Am. J. Respir. Crit. Care Med. 163: 1730-1754

Catterall, J. R. (1999)
Streptococcus pneumoniae
Thorax 54: 929-937

Zur Impfung gegen Pneumokokken-Infektionen, 2000, Epid. Bull. des RKI, 12: 97  101

Houck et al. (2004)
Timing of antibiotic administration and outcomes for Medicare patients hospitalized with community-acquired pneumonia
Arch Intern Med. Mar 22;164(6):637-44

Meehan, T. P. (1997)
Quality of care, process, and outcomes in elderly patients with pneumonia.
JAMA. Dec 17;278(23):2080-4.

Murphy, T. F. (1996)
Branhamella catarrhalis: Epidemiology, Surface Antigenic Structure, and Immune Response
Microbiol. Rev. 60(2): 267-279

Mandell, L. A. (1995)
Community-Acquired Pneumonia: Etiology, Epidemiology, and Treatment
Chest 108(2), 35S-42S

Schmitt, S. K., Liang, B. A. (2000)
Community-Acquired Pneumonia: Current Principles of Evaluation and Therapy
Hospital Physician, February 2000: 44-60

Thibodeau, K. P., Viera, A. J. (2004)
Atypical Pathogens and Challenges in Community-Acquired Pneumonia
American Family Physician 69(7): 1699-1706

 

http://www.capnetz.de/

http://gin.uibk.ac.at/thema/erreger/mikrobiodiagn.html

http://www.thoracic.org/

 
Methode
Auswertung
Infektion
ParodontosePlus
HPV-typing
HPV-screening
STD
Herpes simplex (Virus Typ 1 und 2)
CAP Viren
CAP Bakterien
CAP Resistenz
MRSA combi NEU!
Bordetella pertussis
ESBL
TB-Resistenz
Influenza-typing
Influenza-screening
Influenza-H5N1
Humangenetik
    Hämatologie
Faktor-V-Leiden, FV-HR2 und Prothrombin
  Faktor-V-Leiden, Prothrombin 20210A + MTHFR
  MTHFR
  Hereditäre Hämochromatose
    Immunologie
HLA-B*27 und CYP2D6*4
HLA-DRB1 Shared epitope
Zöliakie (HLA-DQ2 und DQ4)
Zöliakie (HLA-DQ2, DQ4 und DQ8)
IDDM
    Stoffwechsel
Apolipoprotein E+B
Osteoporose
Alpha-1-Antitrypsin
Laktose-Intoleranz
Fructoseintoleranz NEU!
    Pharmakogenetik
Zytochrom P450 CYP2C19
Zytochrom P450 CYP2C9
Glutathion-S-Transferase
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