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Exposé
zur Chlamydien-Diagnostik
>> Chlamydia
trachomatis
Chlamydia pneumoniae
Chlamydia pneumoniae
Chlamydien sind gramnegative, sich ausschließlich intrazellulär vermehrende,
obligat ATP-abhängige, intrazellulär lebende, schleimhautbesiedelnde
Bakterien. Zum Genus Chlamydia gehören die humanpathogenen
Arten Chl. trachomatis, Chl. pneumoniae und Chl. psittaci.
Im Verlaufe des Entwicklungszyklus der Chlamydien treten zwei charakteristische
Zellformen auf: die hochinfektiösen Elementarkörperchen und die nicht
infektiösen, intrazellulär vorliegenden, vermehrungsfähigen Retikularkörperchen.
Alle Chlamydien weisen als gemeinsames Gruppenantigen ein Lipopolysaccharid
(LPS) auf. Speziesspezifische Determinanten befinden sich bei Chl.
trachomatis und Chl. psittaci auf den jeweiligen "Major
Outer Membrane Proteins" (MOMPs), bei Chl. pneumoniae
auf anderen Oberflächenproteinen.
Als Vorgehen bei Verdacht auf eine Chlamydieninfektion erscheint eine
serologische Stufendiagnostik besonders sinnvoll:
- Suchtest auf Chl. spec. im ELISA (Enzyme Linked ImmunoSorbent
Assay)
- bei positivem Suchtestergebnis spezies- und antigen-spezifischer
Nachweis im Immunoblot
Eine sichere Speziesdifferenzierung ist serologisch mit der Methode
des Immunoblottings möglich. Vor allem im Bereich der Diagnostik reaktiver
Arthritiden und Infertilitätserscheinungen ist dies die Methode der
Wahl, da oft kein direkter Antigennachweis mehr möglich ist und über
die Reaktivität verschiedener Immunglobulinklassen (IgA und IgG) gegen
bestimmte Antigene oft weitergehende Aussagen möglich sind.
Als Suchtest auf Chlamydien sollte ein unspezifischer, aber hochsensitiver
ELISA (Enzyme Linked ImmunoSorbent Assay) verwendet werden,
Bei positiven oder grenzwertigen Befunden empfehlen wir einen Immunoblot
zur Bestätigung des Befundes und zur Spezies-Differenzierung.
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