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Immunfluoreszenz
AID bietet für die indirekte Immunfluoreszenz folgende Produkte an:
| ANA-HEp-2-Kit |
IF 200 |
| ANA-HEp-2-Objektträger |
IF 210 |
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Beim indirekten Immunfluoreszenz Test (IIF /IFT) der
Firma AID werden HEp 2 Zellen einer humanen Larynx-Epithelioma Zellinie
als Substrat verwendet, die eine hohe Spezifität für die
meisten humanen Autoantikörper gegen nukleäre Antigene (ANA/ENA)
haben.
Die serologische Charakterisierung von Autoimmun-erkrankungen erfolgt
durch den Nachweis unterschiedlicher Autoantikörper oder typischer
Autoantikörper-Profile. Die Mehrheit dieser Antikörper richtet
sich gegen nukleäre und cytoplasmatische Antigene der Mitochondrien
und Mikrosomen.
Mit den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind vorwiegend
Anti-nukleäre Antikörper (ANA) assoziiert. Einige dieser
ANA sind krankheitsspezifisch und werden als diagnostische Marker
benutzt. Dazu gehören Antikörper gegen:
- Doppelstrang-DNA (ds-DNA) und das Sm-Antigen beim systemischen
Lupus erythematodes (SLE)
- Fibrillarin bei der Sklerodermie, Topoisomerase I (Scl?70) bei
der diffusen Sklerodermie · Centromere (ACA) beim CREST
- Histidyl-tRNA-Synthetase (Jo-1) bei der Polymyosits
- PM-Scl bei der Überlappung zwischen Polymyosits und Sklerodermie.
ANA mit unterschiedlicher Prevalenz finden sich bei mehreren Erkrankungen.
Dazu gehören: Anti-Histon-Antikörper beim SLE, medikamentös
induzierten Lupus und bei der nutritiv toxischen chronischen Lebererkrankung:
Anti-RNP-Antikörper beim SLE und Sharp Syndrom (MCTD: mixed connective
tissue disease) und Anti-SS-A (Ro) und Anti-SS-B (La) Antikörper
beim SLE und Sjörgen Syndrom.
Anti-mitochondriale Antikörper (AMA) des Anti-M2 Typs reagieren
mit Proteinen des Alpha-Ketosäure-Dehydrogenase Komplexes der
Mitochondrien und sind charakteristische Marker für die primär
billiäre Zirrhose (PBC), einer chronisch cholestatischen Lebererkrankung.
Die früheste Methode zum Nachweis von ANA und AMA ist der Immunfluoreszenztest
(IFT) , wobei Gewebe-gefrierschnitte oder Einzelzellen als Substrat
verwendet werden.
Dabei ist die unterschiedliche Speziesspezifität der nachzuweisenden
Antikörper ein wesentliches Kriterium. Für einige humane
Antikörper konnte gezeigt werden, daß sie ausschließlich
mit Gewebe vom Menschen oder Primaten reagieren, während andere
Autoantikörper Spezies-unspezifisch auch auf Gewebeschnitten
von Ratte, Maus, Kaninchen oder Meerschweinchen reagieren. Die jeweiligen
Antigene unterscheiden sich also im Hinblick auf ihre phylogenetische
Entwicklung. Die mehr Spezies-unspezifischen Antigene bleiben im Lauf
der Evolution stärker konserviert und finden sich daher auch
bei weiter entfernten Spezies.
Der Nachteil, daß nicht alle tierischen Zellen zum Nachweis
bestimmter Autoantikörper geeignet sind, kann bei der Verwendung
von HEp 2 Zellen vernachlässigt werden. Bei den sogenannten HEp
2 Zellen handelt es sich um eine humane Larynx-Epithelioma Zellinie,
die eine hohe Spezifität für die meisten humanen Autoantikörper
gegen nukleäre Antigene (ANA/ENA) aufweist.
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