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Die hier vorgestellten AID Diagnostik Kits beruhen alle auf demselben
Prinzip, der Reversen Hybridisierung.
Die Technik der Reversen Hybridisierung ermöglicht:
- den Nachweis einzelner Nukleotidaustausche (SNPs, single nucleotide
polymorphism) im Genom
- die Unterscheidung von heterozygoten von homozygoten Merkmalsträgern
- die Charakterisierung von Allelen polymorpher Genregionen wie
z.B. dem HLA-Genkomplex
- den Nachweis von viraler oder bakterieller DNA
Die AID Diagnostik Kits zeichnen sich dadurch aus, dass die zu analysierende
DNA vor der Hybridisierung mittels einer Polymeraseketten-Reaktion (PCR,
patentiert durch die Firma Hoffmann-La Roche) vervielfältigt wird.
Auf diese Weise ist es möglich, selbst geringe DNA-Aufkommen sicher
und genau zu analysieren.
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1. Schritt: Vervielfältigung (Amplifikation)
der zu untersuchenden DNA-Probe:
Für die Analyse eignen sich Blut, Schleimhaut- und
Epithelbiopsien. Aus diesen wird zunächst die genomische DNA
aufreinigt und isoliert, um anschließend mittels der Polymerasekettenreaktion
(PCR*) amplifiziert zu werden. Auf diese Weise ist es möglich
bis zu 107 Kopien der zu analysierenden DNA herzustellen. Hierzu
werden die spezifischen mit Biotin-markierten AID Primer verwendet.
Die bei der PCR entstandenen biotinylierten DNA-Kopien (Amplifikate)
werden anschließend in der Reversen Hybridisierung eingesetzt.
2.Schritt: Reverse Hybridisierung
Die Charakterisierung der amplifizierten Gensegmente
erfolgt in einer Hybridisierungsreaktion mit sequenzspezifischen,
immobilisierten Oligonukleotiden.
Hierzu werden die biotinylierten Amplikate denaturiert und während der
Hybridisierung an die auf dem Nitrocellulosestreifen aufgebrachten sequenzspezifischen
Gensonden (Oligonukleotide) gebunden. Hochspezifische Waschschritte gewährleisten
hierbei, dass die Bindung nur dann erhalten bleibt, wenn die Sequenz der Sonde
zu 100 % mit der Sequenz des Amplifikats komplementär ist. An die Hybride
aus Gensonde und biotinyliertem Amplifikat bindet Streptavidin gekoppelte alkalische
Phosphatase. Dieser Komplex wird durch eine Farbumsetzung des Substrats NBT/BCIP
an der alkalischen Phosphatase nachgewiesen. Das auf dem Streifen entstandene
Bandenmuster wird mit der mitgelieferten Schablone analysiert.
Die auf dem Blotstreifen auf gebrachten Kontrollzonen gewährleisten,
dass die aufgetretenen Färbungen auf eine spezifische Hybridisierungsreaktion
zurückzuführen sind.
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Konjugatkontrolle
Dokumentiert eine erfolgreiche Hybridisierungreaktion. |
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Spezifitätskontrolle
Weist auf eine unspezifische Hybridisierungsreaktion hin und
sollte daher nicht entwickelt sein (Negativkontrolle). |
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Sensitivitätskontrolle
Dient als Positivkontrolle (z.B. GAP-DH) für eine erfolgreiche
DNA-Isolierung, DNA-Amplifikation und Hybridisierung und sollte immer
entwickelt sein. |
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Reaktionszonen
Es ist stets eine DNA-Zone für das „ WT-Allel“ und
eine unterschiedliche Anzahl von Zonen je nach AID Kit von polymorphen
Allelen oder für unterschiedliche Erregertypen aufgetragen. |
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Die Vorteile der AID Diagnostik Kits auf einen Blick:
- zuverlässige, reproduzierbare und einfach durchzuführende
Methode
- geringer Zeitaufwand: Durchführungsdauer der Reversen
Hybridisierung beträgt ca. 2,5 Stunden
- Paralleles Abarbeiten von unterschiedlichen Parameter mit
den gleichen Reagenzien und Materialen garantiert ein rationelles
und kostengünstiges Arbeiten
- Geringes Kostenaufkommen bei einer Standartlaboreinrichtung;
Benötigt werden lediglich ein PCR-Gerät und ein Schüttelwasserbad
- Keine gefährliche Ethidiumbromid-Gelelektrophorese ist
notwendig!
- Mitgelieferte Positiv- und Negativkontrollen dokumentieren
den korrekten Versuchsablauf
- Einfache, schnelle und unkomplizierte Auswertung der Streifen
mit dem AID Immunblot/Genoblot-Scanning System
- Geeignet für geringen, mäßigen und hohen Probendurchsatz
(Tecan Profi Blot)
Die Streifen können mit dem AID Immunblot/Genoblot-Scanning
System einfach und schnell ausgewertet werden.
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