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TransSpot

- EliSpot Assay zum Monitoring von Transplantationspatienten -

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Um mögliche Komplikationen einer Transplantation wie z.B. eine Infektion oder Abstoßungsreaktion frühzeitig zu erkennen sind regelmäßige Laboruntersuchungen notwendig. Hier hat sich der EliSpot zur Überwachung des Immunstatus von Patienten vor und nach der Transplantation als sehr hilfreich erwiesen

Wie kann dies in einem Testsystem geleistet werden?

  • o Monitoring der zellulären Immunität vor und nach der Transplantation

    Um akute Abstoßungsreaktionen früh zu erkennen und behandeln zu können, muss man die Immunreaktion des Empfängers gegen das Transplantat beobachten. Im EliSpot untersucht man hierzu die Aktivierung Interferon- g auschüttender T-Zellen des Empfängers, die mit inaktivierten peripheren Blutzellen des Spenders stimuliert wurden. Findet man eine Abwehrreaktion der Empfänger T-Zellen gegen die Oberflächenantigene der Spenderzellen, so deutet dies auf eine mögliche Abstoßungsreaktion hin.

    Studienergebnisse zeigen, dass bei Nierentransplantierten eine stark erhöhte Anzahl von aktivierten Empfänger T-Zellen (> 200 Interferon-Spots, Vgl. Doktorarbeit von Presber) mit einer akuten Abstoßungsreaktion assoziiert sind.

    Der EliSpot untersucht die zelluläre Immunität des Empfängers und ermöglicht auf diese Weise eine Aussage zu dem voraussichtlichen medizinischen Verlauf vor und nach einer Organ- oder Stammzelltransplantation.

  • Monitoring von Infektionserkrankungen unter Immunsuppression

    Um Reaktivierungen oder Primärinfektionen mit CMV, EBV oder Polyomavirus BK frühzeitig zu erkennen, wird die Anzahl erregerspezifischer T-Zellen des Transplantatempfängers in regelmäßigen Abständen überprüft.

    Hierzu werden die T-Zellen mit spezifischen Antigenen für CMV, EBV oder Polyomavirus BK stimuliert. Anhand der Anzahl spezifischer T-Zellen erhält man Hinweise zur Immunitätslage des Empfängers und kann gegebenenfalls rechtzeitig therapieren.

Infektionen: Ursache von Mortalität bei funktionsfähigem Transplantat

Trotz einem funktionsfähigen Transplantat können nach der Übertragung schwerwiegende Komplikationen auftreten, die zum Tod des Patienten führen können. Unter immunsuppressiver Therapie gefährden neben möglichen kardiovaskulären Erkrankungen, auch die Entstehung von Tumoren und Infektionen den Gesundheitszustand des Patienten.

Da durch die Einnahme von Immunsuppressiva das Abwehrsystem des Patienten gehemmt wird, ist durch das Ausbleiben von Krankheitssymptomen wie Fieber und Schmerzen die frühzeitige Diagnose einer Infektion recht schwierig.

So stellen Primärinfektionen oder auch Reaktivierungen von z.B. Herpesviren wie EBV und CMV durch den hohen Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung ein großes Problem dar. Studien haben gezeigt, dass bei 38% bis 96% der Patienten nach Transplantation eine aktive CMV-Infektion auftritt. Lebensbedrohliche Zustände können als Folge von Infektionen des Gastrointestinaltraktes und Pneumonien sowie Hepatitis auftreten. Daher ist es besonders wichtig, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und somit rechtzeitig behandeln zu können. Der EliSpot stellt ein System dar, mit dem dies möglich sein könnte.

 

Monitoring von CMV-spezifischen Zellen bei KMT-Patienten

Eine Studie von Ohnishi und Mitarbeiter (2005) im Bereich Kochenmark-transplantation hat gezeigt, dass der Interferon-γ EliSpot im Gegensatz zum HLA-Tetramer Assay ein wesentlich sensitiveres Testsystem zum Monitoring von CMV-spezifischen T-Zellen darstellt. Mit dem EliSpot wurden im Durchschnitt bereits 37 Tage nach der Stammzelltransplantation CMV-spezifische T-Zellen nachgewiesen, hingegen im Tetramer-Assay erst nach 55 Tagen.

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Abb. 2: Frühere Detektion von CMV-spezifischen T-Zellen mit dem Interferon-γ EliSpot Assay als mit dem HLA-Tetramer Testsystem bei Patienten nach Stammzelltransplantationen.

Dies zeigt, dass mit dem EliSpot eine genauere Aussage über die CMV-Immunitätslage bei KMT-Patienten getroffene werden kann.

 

Identifizierung von Risikopatienten einer möglichen Anstoßungsreaktion

Die Studie von Presber zeigt, dass Patienten mit einer frühen akuten Abstoßungsreaktion stets eine stark erhöhte Anzahl spenderreaktiver Zellen bereits vor der Transplantation zeigten. So erlitten alle 5 Patienten mit Werten über 200 Spots eine akute Rejektion. Bei 4 von diesen 5 Patienten war kein PAR messbar.

Abb. 3: Spenderreaktive T-Zellen vor Transplantation bei Patienten mit und ohne akuter Rejektion.

Vergleichbare Ergebnisse lieferten erste aktuelle Studienergebnisse von Bellisola und Mitarbeitern.
Die klinische Entwicklung war besser bei Nieren-transplantierten Patienten mit nur wenigen Spots bzw. Interferon-γ produzierenden T-Zellen vor und nach Transplantation als bei solchen mit vielen Spots. Die höchste Anzahl von Spots wurde bei einem Patienten beobachtet, der eine frühe akute Abstoßungsreaktion entwickelte. Zudem zeigte sich, dass ein signifikanter Anstieg der Spotanzahl stets der Entstehung von ersten Anzeichen einer Organabstoßung vorausgegangen ist. Ebenso konnte dann durch Gabe von Steroiden eine Abnahme von aktivierten Zellen beobachtet werden.

 

Zahlen und Fakten zur Transplantation

In Deutschland wurden seit der ersten Nierentransplantation 1963 über 79.000 Organe übertragen. Davon bilden den größten Teil Nierenverpflanzungen, gefolgt von Leber- und Herztransplantationen. So wurden im Jahre 2005 insgesamt 4513 Organtransplantationen durchgeführt. (Ohne Insel-Pankreas-Transplantationen) Laut Deutschem Register für Stammzellltransplantationen (DRST) ist die Zahl der allogenen Stammzelltransplantationen von 1198 im Jahr 1998 auf 2060 im Jahr 2005 anstiegen.

 

 

Abb.4: Entwicklung jährlich durchgeführter allogener hämatopoetischer Stammzell- Transplantationen.

Quelle: Ottinger et. al (2006)

 

Abb. 5: Organtransplantationen in Deutschland einschliesslich Lebendspender-Transplantation.

(Quelle: DSO http://www.dso.de)

 
 

 

Komplikationen bei der Transplantation
- HvG und GvH-Reaktionen-  >>

 

 
 

Um mögliche Komplikationen einer Transplantation wie z.B. eine Infektion oder Abstoßungsreaktion frühzeitig zu erkennen sind regelmäßige Laboruntersuchungen notwendig. Hier hat sich der EliSpot zur Überwachung des Immunstatus von Patienten vor und nach der Transplantation als sehr hilfreich erwiesen

 

 

 

Literatur

Bellisola et al. (2006)

Monitoring of Cellular Immunity by Interferon-Gamma Enzyme-Linked Immunosorbent Spot Assay in Kidney Allograft Recipients: Preliminary Results of a Longitudinal Study

Transplantation; 38; 4; 1014-1017

Grosse-Wilde u. Ottinger (1998)

Immunologische Aspekte der Transplantation-Organverpflanzung und Gewebeverträglichkeit

Essner Unikate 10/1998

Heeger et al. (1999)

Pretransplant Frequency of Donor-Specific, IFN- g -Producing Lymphocytes Is a Manifestation of Immunologic Memory and Correlates with the Risk of Posttransplant Rejection Episodes

Abstract

While matching for MHC Ags improves renal allograft survival, closely matched grafts sometimes fail due to rejection, and poorly matched allografts are often well tolerated by the recipient. The severity of the rejection process may artially depend on the presence of environmentally primed T cells in the recipient that cross-react with donor Ags. To test for the presence of primed, donor-specific T cells in humans before transplantation, we used an enzyme-linked immunosorbent spot assay for detection of allospecific cytokines produced by individual human PBLs. We demonstrate that this approach detects cytokine production at single cell resolution and detects production of IFN-g only when there is defined immunologic priming, thus representing a measure of primed donor-specific immunity. Because the environmental Ag exposure of the recipient is not a function of the HLA mismatch between donor and potential recipient, the number of HLA mismatches may not correlate with the frequency of pretransplant, donor-specific IFN-g-producing PBLs. Studies of donor-specific IFN-g-producing lymphocytes in a cohort of patients being evaluated for renal transplantation corroborated this hypothesis. Moreover, for recipients of both living and cadaver renal allografts, the pretransplant frequency of donor-specific memory cells correlated with the posttransplant risk of developing acute rejection episodes. This improved ability to define the strength of the allospecific immune response by enzyme-linked immunosorbent spot assay may allow improved pairing of recipients with donors and identification of kidney allograft donor-recipient pairs at high risk for acute rejection, thus permitting targeted interventions aimed at prolonging graft survival.

The Journal of Immunology, 1999, 163: 2267-2275.

Nickel et al. (2004)

Enzyme-Linked Immunosorbent Spot Assay For Donor Reactive Interferon-Gamma Producing Cells Identifies T-Cell Presensitiziation and Correlates With Graft Function at 6 and 12 Months in Renal Transplant Recipients

Transplantation; 2004; 78; 1640-1646

Ohnishi et al. (2005)

Evaluation of cytomegalievirus- specific T-Cell reconstitution in patients after various allogeinic haemetopoeitic stem cell transplantation using interferon-gamma enzyme-linked immunosorbent spot and human leucocyte antigen tetramer assay with an immun dominant T-cell epitope

BJH;2005;131;472-479

Ottinger et al. (2006)

Entwicklungen in der hämatopoetischen Stammzelltransplantation

Deutsches Ärzteblatt 2006;103(37);A2381-6

Presber (2005)

Dissertation: Bestimmung spenderreaktiver, IFN?-produzierender Zellen vor und nach Nierentransplantation im ELISpot Assay - Zusammenhang mit frühen akuten Rejektionen und mit dem klinischen Ausgang

Medizinischen Fakultät der Charité - Universitätsmedizin Berlin

Randhawa et al. (2006)

Detection of CD8+ T cells sensitized to BK virus large T antigen in healthy volunteers and kidney transplant recipients

Abstract:

BK virus (BKV) infections after renal transplantation are increasingly recognized. Development of immune monitoring strategies against BKV requires definition of antigenic epitopes. Hence, T cells from HLA-A02-positive healthy subjects and kidney transplant recipients were stimulated by BKV lysate pulsed on mature autologous dendritic cells and screened against four different T antigen peptides or against BKV lysate. IFN-gamma production was measured by ELISPOT assays. The peptide BKV362-371 (MLTERFNHIL) was naturally processed and recognized by five of six healthy subjects (39 +/- 11 IFN-gamma spots/100,000 cells) and five of seven kidney transplant recipients (21 +/- 12 IFN-gamma spots). Less frequent and weaker CD8+ T-cell responses were detected against three other peptides. Thus, BKV large T antigen is a target for CD8+ T-cell immunity. T-antigen-specific T-cytotoxic cells circulate in healthy blood donors, implying that transient expression of T antigen presumably occurs at sites of viral latency and helps maintain a constant pool of circulating CD8+ T memory cells.

Hum Immunol. 2006 Apr-May;67(4-5):298-302

 


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